Eine Hommage an Mona
Auch wenn es für Außenstehende merkwürdig klingen mag.
Mona – eine kleine Mischlingshündin, halb King Charles, halb Terrier, aber vor allem eine Seele von Hund.
Eine Seele mit dem Charakter eines besten Freundes.
Als kleines Fellknäuel kam sie vom Bauernhof zu uns. Eigentlich sollte sie der Familienhund sein und weniger meiner, denn ich war beruflich viel unterwegs. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Nach der Trennung wurde Mona meine ständige Begleiterin.
Wo ich war, war auch Mona.
Sie bestimmte meinen Tagesablauf, meinen Arbeitsrhythmus und irgendwie auch mein ganzes Leben. Ohne dass sie es wissen konnte, sorgte allein ihre Anwesenheit für eine gewisse Ordnung und Struktur – in einer Zeit, in der ich selbst sonst vielleicht verloren gewesen wäre.
Sie war einfach da.
Sie begleitete mich auf tausenden Kilometern. Im LKW, auf der schmalen Schlafpritsche, ebenso wie im PKW und im Urlaub. Ganz gleich, wohin es ging – Mona war dabei. Nie beschwerte sie sich, nie kam ein klagender Laut von ihr. Sie nahm das Leben so an, wie es kam, solange wir nur zusammen waren.
Aus einem kleinen Fellknäuel war längst viel mehr geworden:
mein Wegbegleiter, mein Ruhepol, mein Freund und ein Teil meines Lebens.
Leider hatte uns das Schicksal nur ungefähr zehn gemeinsame Jahre geschenkt.
Als Mona gehen musste, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Gerade in einer Zeit, in der ich selbst schwer krank war und mit meinem eigenen Leben kämpfen musste, verlor ich auch sie. Und vielleicht war es gerade deshalb so unerträglich – weil sie mich durch so vieles hindurch begleitet hatte und nun plötzlich nicht mehr da war.
Das Schlimme daran, ich musste diese Entscheidung treffen, werde nie wissen ob es die richte Entscheidung war.
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden.
Ich glaube, manche Wunden heilen nie. Man lernt nur, mit ihnen zu leben.
Mona brauchte keine Sprache, Sie musste nichts erklären und nichts versprechen. Ihre Existenz ihre Nähe allein war genug.
Lieber Gott, du hast einen großen Fehler gemacht.
Warum gibst du unseren besten Freunden nur so wenig Lebenszeit auf dieser Erde?
Zehn Jahre sind viel zu wenig für ein ganzes Leben voller Liebe.
Viel zu wenig für all die Wege, die wir gemeinsam gegangen sind.
Viel zu wenig für einen Freund, der niemals gefragt hat, was du ihm zurückgeben kannst.
Aber vielleicht bleiben unsere besten Freunde auf eine andere Weise bei uns.
In Erinnerungen.
In den kleinen Dingen des Alltags.
In einem Platz, an dem sie immer gelegen haben.
In einem Blick zurück auf die gemeinsamen Jahre.
Und tief im Herzen.
Mona, du warst nicht einfach nur ein Hund.
Du warst mein Freund.
Mein Begleiter.
Mein Halt.
Ein Teil meines Lebens.
Danke für jeden Kilometer.
Danke für jeden gemeinsamen Tag.
Danke für deine bedingungslose Treue.
Und wenn es irgendwo einen Ort gibt, an dem wir uns wiedersehen, dann hoffe ich, dass du dort auf mich wartest – genauso geduldig, genauso treu und genauso selbstverständlich, wie du es hier auf Erden getan hast.
Bis wir uns wiedersehen, kleine Mona.
Du wirst immer ein Teil von mir bleiben.