Wer bin ich.
Ich bin Rentner ( Baujahr 1958 )und habe eine ganze Bande treuer Vierbeiner hinter mir. Kati, Barry, Carlo, Ergo, Wutzeline,Kati II, Mona und Abby ( zuzüglich diverser Würfe von 1978 bis 1982 ) – jeder von ihnen hat mein Leben auf die eine oder andere Weise bereichert. Nicht von allen existieren heute Bilder, aber die Geschichten und das Lachen aber auch so manche Träne bleiben. Auch so manche Erfahrungen die man erst Sammeln musste und einige Fehler. Viel Spaß beim Stöbern, Schmunzeln und Erinnern.
Viel Spaß ...J.Räche
Von Bösdorf/Elster das der Braunkohle weichen musste ging der Weg über Langenbuch( Thüringen ), weiter zurück nach Leipzig, dann nach Biberach an der Riß, Pausa, Zeulenroda und Schleiz bis hin zurück nach Leipzig und Markranstädt. Das hatte ca 18 Umzüge zur Folge, da ja auch innerhalb der Orte ab und an ein Wechsel teils sein musste teils erwünscht war.
Ich wurde 1958 in Zwenkau bei Leipzig geboren und wuchs in Bösdorf/Elster auf. Der Ort lag zwischen Eythra und Hartmannsdorf, direkt am Elsterstausee und an der B2. Für mich war Bösdorf meine Heimat – der Ort meiner Kindheit, meiner Erinnerungen und der Menschen, die mein Leben geprägt haben.
Doch diese Heimat sollte nicht bleiben.
Im Jahr 1980 begann der Abriss von Bösdorf für den Tagebau Zwenkau. Damit begann für mich eine lange Odyssee der Heimatlosigkeit – und zugleich eine Suche nach einem Ort, den ich wieder Heimat nennen konnte.
Mein erster Weg führte mich nach Langenbuch in Thüringen. Zunächst schien dort ein neuer und guter Lebensabschnitt zu beginnen. Eine ganz besondere Bedeutung bekamen dabei meine ersten Begegnungen mit den besten Freunden des Menschen – den Hunden.
Da war zunächst Kati, eine Schäferhündin mit Schutzhundprüfung. Kurz darauf kam Berry dazu, ein Schäferhundrüde, der eine konsequente und erfahrene Hand brauchte, aber im Grunde einen guten Charakter hatte.
Mit Berry begann für mich eine wichtige Lebensschule. Ich musste lernen, Verantwortung zu übernehmen, Grenzen zu setzen, Vertrauen aufzubauen und vor allem zu verstehen, dass Erziehung niemals nur den Hund verändert – sondern immer auch den Menschen selbst.
Die Hunde wurden zu einem wichtigen Teil meines Lebens und begleiteten mich auf meinem weiteren Weg. Sie haben mir auf ihre eigene Art gezeigt, was Vertrauen, Treue und Verantwortung bedeuten.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Zunächst traf mich ein Unfall, später kamen persönliche Schicksalsschläge hinzu. All das führte schließlich zu meiner Rückkehr nach Leipzig, nach Grünau.
Heute sehe ich diese Rückkehr als einen der größeren Fehler meines Lebens. Aber auch daraus habe ich gelernt: Nicht jeder Weg, den wir einschlagen, führt dorthin, wo wir hinwollen. Manchmal müssen wir Umwege gehen, Entscheidungen bereuen und mit Dingen leben, die wir nicht mehr ändern können.
Es folgten ca 10-12 Jahre über die man nicht Reden möchte.
Dann kam das Jahr 1989 – und plötzlich sollte sich mein Leben grundlegend verändern.
Und unbewusst mit meinen Entscheidungen damals,das gesamte Leben fast der ganzen Familie Räche !
Es ging zunächst nach Prag und von dort aus mit einem Sonderzug nach Biberach an der Riss. Die Entscheidung, mich damals in diesen Zug nach Prag zu setzen, war eine Entscheidung, deren Bedeutung ich zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht erkennen konnte.
Sie sollte nicht nur mein eigenes Leben verändern. Sie sollte für viele Menschen, die damals zum Teil noch Kinder waren erst später geboren wurden, der Anfang eines neuen Lebens und einer neuen Heimat werden.
In Biberach trafen schließlich große Teile der Familie Räche wieder zusammen – Menschen aus Leipzig, Bösdorf/Elster, Langenbuch und Bermsgrün im Erzgebirge. Es kamen Eltern,Bruder , Schwester, Cousin, Onkel und Tanten.
Was damals niemand ahnen konnte: Biberach an der Riss sollte für einen großen Teil unserer Familie zu einer neuen Heimat werden die sie ohne meine Entscheidung niemals kennengelernt hätten.
Wenn ich heute auf diesen Weg zurückblicke, sehe ich nicht nur die Orte, an denen ich gelebt habe. Ich sehe Menschen, Entscheidungen, Verluste, Fehler, Freundschaften und Begegnungen, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.
Ein Gedanke für die Zukunft
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis, die ich aus meinem Leben weitergeben möchte:
Haltet eure Erinnerungen fest. Vergesst nicht, woher ihr kommt.
Orte können verschwinden. Häuser können abgerissen werden. Landschaften können sich verändern. Menschen, die uns wichtig waren, werden irgendwann nicht mehr da sein. Aber solange wir uns erinnern und unsere Geschichten weitererzählen, geht das, was einmal war, nicht vollständig verloren.
Meine Heimat Bösdorf gibt es so nicht mehr. Trotzdem ist sie ein Teil von mir geblieben.
Und vielleicht ist genau das Heimat: Nicht unbedingt ein Ort, an den man jederzeit zurückkehren kann, sondern etwas, das man in seinem Herzen mit sich trägt.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass diejenigen, die nach uns kommen, ihre eigenen Wege gehen, ihre eigenen Entscheidungen treffen und auch aus Fehlern lernen dürfen. Aber ich hoffe ebenso, dass sie dabei nie vergessen, wo ihre Wurzeln liegen und welche Menschen vor ihnen diesen Weg gegangen sind.
Denn unser Leben besteht nicht nur aus dem, was vor uns liegt.
Es besteht auch aus dem, was hinter uns liegt – und aus den Spuren, die wir für diejenigen hinterlassen, die nach uns kommen.
Der Liebe Gott beging einen großen Fehler !
&
Er gab unseren besten Freunden, den Hunden ein zu kurzes Leben.

Kati II kam als Welpe aus dem Tierheim zu uns, sie war ein Kamphund Mischling und wurde zusammen mit 3 Geschwistern und Mutter im Tierheim abgegeben.
ein absoluter Sanfter Hund der sich und sein Herrchen aber verdeitigen konnte,
selten hatte ich solch gelehrigen Hund Ausgebildet zum Schutzhund.